Stagnationswasser: So vermeiden Sie eine Gesundheitsgefährdung

Veröffentlicht am: 21.04.2021

Gemischtes Wohn- und Gewerbegebäude: Heizkosten

 

Stagnationswasser: So vermeiden Sie eine Gesundheitsgefährdung

Wenn Trinkwasser in den Leitungen zu lange steht, besteht die Gefahr, dass sich darin Bakterien vermehren können. Diese Bakterien sind immer im Wasser vorhanden, und in den üblichen minimalen Mengen völlig unbedenklich. Aber wenn das Wasser über mehrere Wochen in den Rohren steht, kann es gefährlich werden. Was sie nach einem längeren Urlaub oder Abwesenheit dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Damit Wasser immer in bester Qualität zur Verfügung steht, muss es fließen. Die Spülung der Hausinstallation erfolgt normalerweise automatisch, indem das Wasser zum Beispiel zum Duschen, der WC-Spülung oder zum Kochen verwendet wird.

 

Wenn die Wohnung länger leer steht kann möglicherweise Gefahr drohen


Rohre für Kaltwasser und Warmwasserzirkulation

Manchmal gibt es Bereiche im Haus, die weniger oft oder auch gar nicht durchströmt werden. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn eine Wohnung mehrere Wochen oder sogar Monate leer steht oder die Bewohner im Urlaub oder beruflich verreist sind. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass Zapfstellen über längere Zeiträume nicht genutzt werden.

Oft verlaufen Rohre für Kaltwasser und die Warmwasserzirkulation in einem gemeinsamen Schacht. Bei mangelhafter oder defekter Isolierung der Zirkulationsleitungen kann das Kaltwasser durch Strahlungswärme auch 20 oder 25 Grad Celsius annehmen. Je wärmer das Wasser in der Kaltwasserleitung wird und umso länger es dort stagniert, umso besser können sich Bakterien vermehren.

 

Steht Ihr Kaltwasser schon zu lange in den Rohren?

Ob ihr Kaltwasser schon zu lange in den Rohren steht, können Sie zumindest in den Sommermonaten ganz einfach testen. Öffnen Sie den Kaltwasserhahn und halten Sie die Hand oder ein Thermometer darunter. Hat das Wasser um die 20 Grad Celsius, hat es schon die Temperatur des Gebäudes angenommen.

Wir empfehlen immer dann, wenn Sie eine Zapfstelle nicht genutzt haben, das Wasser so lange laufen zu lassen und zu spülen, bis es merklich kühler wird. Dabei laufen etwa 10-15 Liter Wasser heraus, die Sie zum Beispiel zum Blumengießen verwenden können. Hat das Wasser nur noch etwa 10-15 Grad Celsius, kommt es frisch von der Hauptleitung und hat somit die beste Qualität. Das kostet bei 4 Euro pro Kubikmeter etwa 5-6 Cent.

 

Und wie ist es bei Warmwasser?

Warmwasser wird in der Zirkulationsleitung ja ohnehin immer bewegt und zumindest tagsüber auch ständig wieder aufgeheizt. Hier ist die Gefahr der Stagnation sehr viel geringer. Wenn Sie an einer weiter entfernten Zapfstelle länger warten müssen, bis das Wasser warm wird, empfehlen wir allerdings auch hier, das Wasser so lange laufen zu lassen, bis es richtig schön heiß ist. Denn gerade in den Bereichen von der Warmwasserzirkulation bis zu weiter entfernten Zapfstellen können sich gefährliche Legionellen bilden, die beim Einatmen gesundheitsschädigend sein können. 

 

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