Diese Fehler beim Heizen kosten viel Geld und können zu Schimmel führen

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Fünf Todsünden beim Heizen

Diese Fehler beim Heizen kosten viel Geld und können zu Schimmel führen

Mit der kalten Jahreszeit startet auch die Heizperiode. Doch gerade jetzt machen viele Verbraucher Fehler beim Heizen: Das kostet viel Geld, schadet der Umwelt und kann zu Schimmel führen. Wir zeigen Ihnen, welche fünf Todsünden Sie beim Heizen unbedingt vermeiden sollten.

 Todsünde 1: Raumtemperatur falsch eingestellt

Oft ist der Wohnbereich, in dem zum Beispiel der Fernseher steht, stark überhitzt. Hier besteht das größte Einsparpotenzial für Heizkosten, denn jedes einzelne Grad weniger Raumtemperatur bringt eine Heizkostenersparnis von ca. 6%.

Unser Tipp: Wenn Sie Ihr Wohnzimmer beispielsweise anstatt mit 24°C nur mit 22°C beheizen, können Sie so 12% Heizkosten sparen. Bei einem kleinen Wohnzimmer ergibt das bereits rund 50 Euro Ersparnis pro Jahr.


 Todsünde 2: Einzelne Räume heizen, andere kalt lassen

Wenn es draußen richtig kalt wird, ist es wichtig, alle Räume zu heizen oder mindestens auf einer moderaten Temperatur zu halten. Ist beispielsweise das Schlafzimmer oder ein Abstellraum deutlich zu kalt, besteht akute Schimmelgefahr. Denn: Die Feuchtigkeit in der Luft kann an den kalten Wänden kondensieren und es bilden sich nasse Stellen – so kann Schimmel entstehen.

Unser Tipp: Ideal sind auch in solchen wenig genutzten Räumen Temperaturen von mindestens 15-16°C.


 Todsünde 3: Immer durchheizen

Wenn Sie tagsüber regelmäßig nicht zu Hause sind, die Heizung aber immer weiterläuft, verschenken Sie viel Geld und belasten unnötig die Umwelt.

Unser Tipp: In solchen Fällen lohnt es, elektronische Thermostatventile zu nutzen. Damit können Sie jeden Tag einen oder mehrere Zeiträume programmieren, an denen die Temperatur der Heizkörper automatisch hoch- der heruntergeregelt wird.


 Todsünde 4: Fenster ständig auf Kipplüftung

Sind die Fenster ständig auf Kipplüftung verursacht das gleich mehrere Probleme. Denn um eine gute Durchlüftung zu erreichen, sind gekippte Fenster ungeeignet. Für einen effektiven Luftaustausch ist es besser zwei gegenüberliegende Fenster komplett zu öffnen und für drei bis fünf Minuten offen zu lassen. Die so genannte Stoßlüftung.

Ein weiteres Problem: Heizkörper sind normalerweise direkt unter einem Fenster angebracht. Bei einem ständig gekippten Fenster heizen Verbraucher so überwiegend zum Fenster hinaus. Die warme Luft kann sich nicht richtig im Raum verteilen und es geht viel Wärme ungenutzt verloren.

Das dritte Problem bei der Kipplüftung ist, dass kalte Luft durch das gekippte Fenster direkt auf den Heizkörper und das Thermostatventil fällt. Öffnet es sich durch die kalte Fall-Luft und erwärmt sich dadurch der Heizkörper, geht noch mehr Heizenergie ungenutzt verloren.

Unser Tipp: Vermeiden Sie gekippte Fenster. Denn all die Wärme, die zum Fenster hinausgeheizt wird, wird als Verbrauch erfasst und muss von Ihnen über die Heizkostenabrechnung bezahlt werden.


 Todsünde 5: Vorhänge und Möbel vor den Heizkörpern

In vielen Wohnungen reichen Vorhänge bis zum Boden und überdecken die Heizkörper. Je nach Beschaffenheit der Vorhänge wird die Wärme der Heizkörper so mehr oder weniger abgeschirmt. Stehen auch noch Möbel vor den Heizkörpern, kann sich die Wärme im Raum nur noch langsam ausbreiten. Das kann dazu führen, dass Sie bis zu 25% mehr Energie benötigen, um die gleiche Raumtemperatur zu erzielen.

Unser Tipp: Lassen Sie den Heizkörpern Platz zum Heizen. Mindestens 20-30 Zentimeter sind ideal, damit sich die Wärme schneller und besser im Raum ausbreiten kann.

 

  Video: Fünf Todsünden beim Heizen vermeiden